Kreuzfahrtstudie 2009

12. März 2010 – 15:40

Auf der ITB – Internationale Tourismus-Börse -  Berlin, der größten Tourismusmesse der Welt, stellte der DRV seine alljährliche Studie zum Kreuzfahrtmarkt vor. In Kurz: Der deutsche Kreuzfahrtmarkt ist weiter ungebrochen am wachsen.

Passagiere gab es diesmal wie eh und je: Über 1 Millionen konnten die Reedereien an Passagieren verbuchen. Soviel wie noch nie. Die Passagierzahlen verbesserten sich damit nochmal um 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 3,2 Prozent kam dabei von den Flussfahrten.

Damit sind ist die Kreuzfahrtbranche wieder einer der stark wachsensten Bereiche der gesamten deutschen Touristik. Der Urlaub auf See ist beliebt. Durch neue Schiffe wie  AidaBlu, ein Schiff der Rostocker Reederei AIDA Cruises, oder auch der MSC Magnifica, ist die Nachfrage nach Kreuzfahrten weiterhin sehr hoch. Der Großteil der Anbieter von Hochsee- und Flusskreuzfahrten erwartet für das laufende Jahr weiter steigende Umsätze- und Passagierzahlen.

Laut Studie werden fast 80 Prozent der Hochseekreuzfahrten in stationären Reisebüros gebucht. Natürlich sind die “Neuen Medien”, gemeint ist das Internet, sehr groß in kommen.

Kritiker bemängeln jedoch an der Studie, dass die Zahlen der Internetanbieter, nicht richtig herausgerechnet wurden, sodass eigentlich mit einem erhöhten Anteil des Internetsegments zu rechnen wäre.

Die Studie wird bald beim DRV veröffentlicht und kann dort erworben werden.

Mit 1,1 Millionen Kreuzfahrtpassagieren wurde das Vorjahr um acht Prozent übertroffen. Wären auch noch die Kurztrip-Reisenden auf Kreuzfahrtfähren in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer in die Studie eingeflossen, läge die Zahl um geschätzte 40 Prozent höher. Dazu muss man wissen, dass im Seereisen-Markt lange Zeit Flaute herrschte, noch vor zehn Jahren buchten knapp 350.000 Deutsche eine Kreuzfahrt.

Nach der DRV-Studie entschieden sich 2007 insgesamt 762.753 Urlauber (plus 8,2 Prozent) für die Reise mit einem Hochseeschiff und 334.280 (plus 7,6 Prozent) für einen Flusskreuzer-Törn.

Wenn es um Hochseefahrten geht, nimmt Deutschland schon seit Jahren nach den USA/Kanada (10,3 Millionen Gäste) und England (1,35 Millionen) Platz drei ein. Gewinner im deutschen Markt sind neben den italienischen Reedereien Costa und MSC die US-Riesen, deren Europa-Offensive ihnen ein Passagierplus von 31 Prozent bescherte. Noch vor gar nicht langer Zeit kreuzten nur wenige Cruiser in der Alten Welt, nun aber zeigen Carnival, Royal Caribbean, Norwegian Cruise Line & Co. Flagge mit mehr als 20 Ferienlinern – und jeder mit Platz für mindestens 2000 Gäste. Deutsche Anbieter haben etwas verloren, kommen jedoch laut DRV immer noch auf einen Marktanteil von 55 Prozent. Aber Wachstumskurs ist bereits programmiert: Das garantiert wohl die Einschiffung des Newcomers TUI Cruises – einem Joint Venture zwischen TUI AG und Royal Caribbean, für das die europäische Kartellbehörde grünes Licht gegeben hat.

Wohin ging die Fahrt der Urlauber? Knapp 80 Prozent der deutschen Seereisenden besuchten Ziele in Europa. Vornan das Mittelmeer mit 304.000 Kreuzfahrern (plus 15 Prozent). Bei den Flussdestinationen konnten mit Ausnahme von Russland, der Ukraine und Italien alle zulegen.

Die Branche bleibt optimistisch. 80 Prozent der befragten Reedereien und Seereisenveranstalter rechnen mit einer Steigerung der Passagier- und Umsatzzahlen. Michael Thamm, Vorsitzender des DRV-Ausschusses Schifffahrt: “Das Potenzial ist noch lange nicht erschöpft. 2007 haben sich 1,4 Prozent aller deutschen Urlauber für eine Kreuzfahrt entschieden, aber 14,6 Prozent aller Bundesbürger träumen davon, in der schönsten Zeit des Jahres mal in See zu stechen.”

Hochsee-Kreuzfahrten 2007 (in Klammern die Zahlen des Vorjahres)

Umsätze: 1,44 Milliarden Euro (1,36 Milliarden Euro)

Reisepreis: 1885 Euro (1928 Euro)

Reisedauer: 9,35 Tage (9,7 Tage)

Passagieralter: 48,9 Jahre (48,8)

Fluss-Kreuzfahrten

Umsätze: 394,5 Millionen Euro (364,4 Millionen. Euro)

Reisepreis: 1180 Euro (1173 Euro)

Reisedauer: 7,76 Tage (,.6 Tage)

Passagieralter: 58,4 (58,2)

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